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Religion und Ethik

Religion als Gesellschaftsfaktor

Die Religion hat in unserer Gesellschaft eine herausragende Funktion eingenommen. Staatliche Aufgaben werden nicht nur von staatlichen Organisationen, sondern auch von Kirchen und kirchlichen Verbänden übernommen. Die Religion und der Staat sind zwar verfassungsmäßig getrennt, dennoch greift die Religion in den Bereich des Staates über.

Der Staat schützt die Religionsfreiheit und die Religionsfreiheit ihrerseits soll dazu führen, dass der Staat funktioniert.

In Deutschland sind alle fünf Weltreligionen etabliert. Geschichtlich und politisch bedingt steht jedoch das Christentum an der ersten Stelle der Religionen in Deutschland. Auch viele Parteien haben ihre Verbundenheit zu christlichen Werten dadurch hervorgehoben, dass sie das Wort christlich in ihren Namen integriert haben.

Dennoch sollen auch die anderen Religion berechtigt in Deutschland bestehen.

Das Judentum ist älter als das Christentum, ist doch letzteres aus dem Judentum hervorgegangen. Die Juden glauben, dass Mose die 10 Gebote von Gott auf dem Berg Sinai erhalten hat und haben diese zu ihren Grundregeln gemacht.

Der Islam fußt auf Mohammed, der die Gebote des Koran von Gott durch den Erzengel übermittelt erhielt. Nach Europa kam der Islam auf der durch Marco Polo bekannt gewordenen Seidenstrasse.

Der Hinduismus ist wesentlich älter als dier Islam, ist nicht monotheistisch, und kennt mehre tausend Götter und Göttinnen.

Der Buddhismus hingegen kommt ohne einen Gott aus - jedenfalls in seiner reinen Form. Ein frommer Buddhist strebt nicht nach dem Paradies sondern nach dem Verlöschen im Nirwana.